Zweites Turnier geht klar an die Deutschen Meister!


In ihrem ersten Auswärtsturnier musste die A-Standardformation in das entfernte Bernau bei Berlin reisen. Unbekannter Ort, unbekannte Halle, unbekannte Fläche. Viele Unbekannte aber eine Konstante – der Wille der Mannschaft.

Das zweite Bundesliga Turnier sollte zugleich die erste Erprobung für das neu formierte Team werden. Aus der medizinischen Abteilung kamen keine guten Nachrichten, das sah man schon in Ludwigsburg. Michaela Süß, in Ludwigsburg noch mit Ihrem Partner Patrick Esch erfolgreich im Team, konnte nur unter medizinischer Behandlung den Turnierstress bewältigen. Ein erneuter Start war zwar theoretisch möglich, aber mit unbekannten Nebenwirkungen und unter ständigen Schmerzen. Für das Trainerteam ein klares Signal hier die Reißleine zu ziehen. Das Team muss umgestellt werden, so schnell wie möglich. Vor allem um die Vorbereitungen zur EM nicht zu gefährden. Ergo – auf drei Positionen wird umgestellt und die Konstellation von der DM wiederhergestellt. Im Training sah es schon ganz gut aus, Das Turnier ist aber etwas anderes.

Schon in der Stellprobe sah man ein nervöses Team, das nur unter großen Anstrengungen seiner Leistung gerecht wurde. Auch in der Vorrunde, die schon mal besser war als die Stellprobe, konnte das Team nicht komplett überzeugen. Der Wille war klar zu erkennen, aber mit der Brechstange lässt sich KONTRASTE einfach nicht darstellen. Zu wenig Gefühl, zu wenig Teamspirit, zu wenig Gleichklang – das kann auch nach hinten losgehen.

In der Kabine dann klare Worte an das Team und klar adressiert an jeden Einzelnen, dass hier keine Einzelleistungen zählen sondern das Mantra des Teams gelebt werden muss. Einzelne individuelle Patzer müssen korrigiert werden. Die Wege und Positionswechsel müssen tänzerisch gelöst werden. Die Qualität jedes Einzelnen muss eingesetzt werden um das Ganze nach vorne zu bringen. „Eure tänzerische Qualität ist die Eingangsgröße! Ihr müsst niemandem etwas beweisen. Ihr könnt tanzen, das wisst Ihr. Also – steckt Eure Nasen zusammen und erinnert Euch daran, was Euch auszeichnet.“ So die klaren Worte der Trainer Norman und Dagmar Beck nach der Videoanalyse.

Die Trainer sollten sich nicht geirrt haben. Im Finale waren die gröbsten Unebenheiten beseitigt und das Team agierte über weite Strecken im gewohnten harmonischen Verbund. Die Sicherheit auf der Fläche war zurück. Die Wertung belohnte das Team und betätigt die derzeitige Leistung im Vergleich zur nationalen Konkurrenz.

Am 10.02.2018 fährt die Mannschaft nach Göttingen, dem letzten Turnier vor der Europameisterschaft am 25.02. in Sotchi (Russland). Es wird gleichzeitig der letzte Test sein, bevor das Team um Kapitän Dominik Kirchniawy auf den amtierenden Weltmeister trifft.

Gesamtergebnis

1. 1. TC Ludwigsburg A 1 1 1 2 1 1 1
2. Braunschweiger TSC A 2 2 3 1 2 2 3
3. TSC Schwarz-Gold d. ASC Göttingen 1846 A 3 3 2 3 3 3 2
4. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg A 4 4 4 4 4 4 4
5. Tanzclub Bernau A 5 5 5 5 5 5 5
—–
6. Tanzsportclub Grün-Weiß Braunschweig A 6 6 7 6 7 6 7
7. TSC Schwarz-Gold d. ASC Göttingen 1846 B 7 7 6 7 6 7 6
8. Club Saltatio Hamburg A 8 8 8 8 8 8 8