Nach der Deutschen ist vor der Deutschen


Jetzt geht’s in die Abschlussrunde! sagte Masha zu mir auf der Hinfahrt nach Bartholomä. Nach einer Woche voller Power im Trainingslager in Bartholomä erreichten wir Platz 10 auf der Deutschen Meisterschaft der Hauptklasse-S-Standard in Dresden.

Wir reisten am Freitag 27.10 nach Bartholomä, einer kleinen Gemeinde im Ostalbkreis, denn dort startete das Trainingslager mit der Formation. Unser Tag begann um 7:30 Uhr mit einer Runde „Frühsport“ – ein Spaziergang am Morgen. Nach dem Frühstück begann das Training. Unsere 2-stündigen Mittagspause wurde gekürzt auf 45 Minuten. Einen Kaffee nach dem Essen und weiter ging das Training. Wir trainierten abends so lange wie uns die Füße trugen – meistens bis knapp 23.00 Uhr. Mit der Rückendeckung von Dagmar und Norman konnten wir jedes Mal neuen Energie tanken und uns, auch wenn es nicht immer einfach war, zu motivieren. Am Freitag begann die Reise direkt aus dem Trainingslager nach Dresden. Nach vier Stunden Fahrt machten wir Rast und nahmen die nächstgelegene Raststätte. Plötzlich folgte uns ein Auto und zwei gut gebaute Männer stiegen aus und gingen auf Dagmar zu. Kriminalpolizei Hamburg – Ausweis bitte. Das war die Anweisung. Völlig perplex gaben wir unsere Ausweise und die Fahrzeugpapiere. Nach ungefähr einer viertel Stunde stellte sich heraus, dass die Mercedes-Modelle gerne geklaut werden und die Polizei kontrollieren wollte, ob das Auto auch tatsächlich uns gehörte. Natürlich verlief alles positiv und wir setzten die Reise nach Dresden fort. Als wir nach 5 Stunden endlich im Hotel angekommen sind, gingen wir sofort schlafen.
Am nächsten Tag hatte die Motivation und die Tanzlust ihren Höhepunkt erreicht. Nach dem Warm-up ging es zur Vorrunde. Gut aber noch nicht gut genug. Ausbaufähig. Von Runde zu Runde haben wir unsere Leistung gesteigert und im Semifinale die für uns beste abrufbare Leistung gezeigt. Top10 in Deutschland – endlich geschafft. Aber das war nicht die letzte Deutsche Meisterschaft. Stets nach dem bekannten Motto nach der Deutschen ist vor der Deutschen. Eine Woche blieb uns, bis wir die Reise nach Bremen zur Deutschen Meisterschaft mit der Formation antraten. Da ich Kapitän der Mannschaft bin, bin ich nicht nur für eine gute Leistung, sondern auch für die Motivation der Mannschaft zuständig. Die Vorbereitung war gut, die Mannschaft motiviert und die Trainer mehr oder weniger zufrieden. Am Freitag begann die Reise gemeinsam mit unserer Lateinformation.
Schon in der Stellprobe bemerkte man im Team die Konzentration und den Fokus nach vorne. Vorrunde war gut, Zwischenrunde ebenso. Als zweite Mannschaft gingen wir im Finale auf die Fläche – nach Braunschweig und vor Göttingen. Kontraste müssten gezeigt werden, 6 Minuten konzentrieren, holt alles aus euch raus war die Trainer-Ansage. Nach dem Durchgang ging es in die Kiss&Cry-Ecke, wo wir auf das Ergebnis wartetet. Die Anspannung erreichte ihren Höhepunkt. Wir haben es geschafft! Rang 1 – 33,75 Punkte. Unglaublich. Deutscher Meister 2017.

Dominik Kirchniawy