Getrennt marschieren, gemeinsam erfolgreich


Foto: V-studio, Bob van Ooik

Die Überraschung ist gelungen: Die Standardformation des 1. TC Ludwigsburg kehrt bei den deutschen Titelkämpfen auf den Meisterthron zurück, die Lateiner erkämpfen mit Platz 5 das beste Resultat seit langem. Alle schweben bei tristem Novemberwetter auf Wolke 7.

Die erfolgreichste Standardformation der Welt musste 2016 eine ihrer schwersten Prüfungen bestehen. Mit nur 6 Paaren im Team konnte weder der nationale, noch der internationale Titel verteidigt werden. Doch das ist nun Geschichte! Mit einer unglaublichen Herkulesaufgabe wurde ein neues Team rund um den kleinen verbliebenen harten Kern aufgebaut. Trainingskonzeption und -planung wurden intelligent an die neuen Anforderungen angepasst. Jede sich bietende Möglichkeit ein gemeinsames Training durchzuführen wurde am Schopfe gepackt, und jede Trainings Einheit wurde mit maximaler Konzentration und Energieeinsatz absolviert. Für das gesamte Team gab es nur ein Ziel – die Qualifikation zur WM!

 

Mit der Zielsetzung WM Qualifikation und alles geben zu wollen, ging es am Freitagabend in den hohen Norden, nach Bremen. Wissend, dass eine steifen Brise unserem Standardteam entgegenblasen wird, war sich das Team dennoch bewusst: Wir haben gut trainiert – wir haben alles richtig gemacht. Es ist der 11.11. – der Beginn der fünften Jahreszeit – doch zum Lachen war niemandem zumute. „Die Stellprobe war eine Katastrophe…..“, so das spontane Fazit des erfahrenen Kapitäns Dominik Kirchniawy, unmittelbar nach dem Verlassen der Fläche. In den Gesichtern war große Unsicherheit zu lesen, und Nervosität nahm den Platz ein, wo bislang große Zuversicht und Leistungswille war. „Wir haben das Richtige gemacht! – aber, wir haben es noch nicht richtig gemacht?“ So die nüchterne Analyse des Debakels von den Trainern Norman und Dagmar Beck. Und das Team hat es verstanden.

 

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der Vorrunde, da war es handwerklich schon mal viel besser, wurde in der Zwischenrunde dem Thema KONTRASE ordentlich Leben eingehaucht. Zwar litt die handwerkliche Kunst etwas darunter, aber Tanzen hat mit Herz und Seele zu tun. Militärischer Drill sind Konzepte aus der Vergangenheit und gehören ins Museum für Formationsgeschichte. Fazit: Nach der Zwischenrunde war der Vorsprung auf die Verfolger enorm angestiegen.

Nur Fliegen ist schöner…                                                                                                                                                                                                            Foto: V-studio, Bob van Ooik

Und plötzlich war er da – der enorme Druck im Finale. Der Titel zum Greifen nahe. Werden die Nerven des Teams halten? Ja sie hielten! Mit einem klaren Vorsprung  von 1,08 Punkte auf den Verfolger wurde der 13-te Meistertitel errungen. Zugegeben, nicht erwartet und unverhofft, aber bestätigt im Credo der Mannschaft „NIE OHNE MEIN TEAM„.

Foto: V-studio, Bob van Ooik

Ergebnis: 1. Tanzclub Ludwigsburg (33,75), TSC Göttingen (32,67), Braunschweiger TSC (32,62)

Die Weltmeisterschaft findet am 25.11. in der Volkswagenhalle statt. Alle Fans und Freunde sind eingeladen unsere Standardformation zu begleiten, anzufeuern und sie damit direkt vor Ort in ihrer Mission zu unterstützen. Das Team freut sich und wird alles geben.

 


 

Foto: V-studio, Bob van Ooik

Für unser Latein Team ist Bremen immer eine Reise wert. Mit einem komplett neuen Konzept – Musik, Choreografie, Outfit und junge Mannschaft, hat das erfahrene Trainiertem Alexander Schwaderer, Michael Gnad und Nicole Scheel sehr viel Aufwand im Vorfeld zur Deutschen Meisterschaft investiert. „Wir wollen anders wahrgenommen werden, von den Wertungsrichtern und vom Publikum“, so der Team-Manager Schwaderer. Und es sollte belohnt werden!  Mit einem fünften Platz erreicht unser Team das beste Resultat seit langem. „Es war gut, aber wir haben Luft nach oben“, so das nüchterne Fazit von Alexander Schwaderer. Mit diesem Ergebnis ist es gelungen die TSG Backnang, ein Dauerrivale direkt vor den Toren Ludwigsburgs, auf Abstand zu halten, und hat schon mal Tuchfühlung aufgenommen mit dem Viertplatzierten. Auch wenn dieser unserem Team das Türchen zum Finale direkt vor der Nase zugemacht hat. Nicole Scheel sieht das genauso „Platz vier muss das Ziel sein, in der Bundesliga starten wir den Angriff auf die TSG Bremerhaven“.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Bild fürs Lehrbuch – Präzision und Klarheit                                                                                                                                                                 Foto: V-studio, Bob van Ooik

 

Termine Bundesliga Latein 2018

20.01.2018      Bochum
03.02.2018      Buchholz
17.02.2018      Walsrode
03.03.2018      Ludwigsburg
17.03.2018      Bremen