A-Standardformation qualifiziert sich vorzeitig für die WM 2018!


Mit einem souveränen Auftritt beim dritten Bundesliga Turnier der Standardformationen in Göttingen qualifiziert sich die A-Standardformation um die Trainer Norman und Dagmar Beck vorzeitig für die Weltmeisterschaft am 24.11.2018 in Pecs (Ungarn). Nur noch theoretisch besteht eine rein rechnerische Möglichkeit dieses Ziel doch nicht erreicht zuhaben. Damit müsste aber Braunschweig sein Heimturnier am 10.03. gewinnen und die A-Standardformation gleichzeitig nicht besser als mit Platz 5 abschneiden. Diese Konstellation dürfte aber wohl niemand ernsthaft in Betracht ziehen. Ganz im Gegenteil! Mit jeweils sechs von sieben Bestwertungen in den drei Turnieren haben alle Wertungsrichter ein klares Votum abgegeben. Die A-Standardformation ist und bleibt derzeit das Maß aller Dinge.

Ausgelassenen Stimmung beim Mannschaftsfoto mit Melli unserer Physio und den Eltern von Sergej, die extra aus Bochum angereist sind.

Welchen Belastungen die Mannschaft um Kapitän Dominik Kirchniawy und der Co-Kapitänin Olga Woltschanskaja ausgesetzt sind, beschreibt allein schon die Tatsache, dass seit der Deutschen Meisterschaft und der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr das Team in jedem Bundesligaturnier in veränderter Mannschaftsaufstellung antreten musste. „Es zehrt enorm an den Nerven, wenn Du Dich immer und immer wieder erneut mit Deinen direkten Teammitgliedern abstimmen musst“, so Olga Woltschanskaja. Dominik Kirchniawy bringt es auf den Punkt „ein blindes Vertrauen auf die Vorder- und Hinterleute kommt nicht von heute auf morgen, jedes Paargefüge muss neu eingeschätzt werden. Es fehlt die Kontinuität des Mannschaftstrainings.“

Kontinuität, eine der bis dato wichtigsten Eckpfeiler im Trainingsprozess der A-Standardformation, fehlt. Weder personell, noch in der Trainingsplanung, kann derzeit auf Kontinuität gesetzt werden. Konnte die Trainingsbelastung seither auf vier Trainingstage verteilt werden, kann die Mannschaft nur noch an zwei Tagen trainieren, um die hoch komplexen Bewegungsabläufe zu verinnerlichen. Nur durch die enorme Qualität aller Teammitglieder kann die Anforderung der emotionalen Darstellung von KONTRASTE noch erfüllt werden. „Wir haben in Göttingen eine vorläufige Grenze der Belastbarkeit erreicht, aber es bedarf sicherlich noch viel mehr als einer personellen Herausforderung um dieses Team aus dem Gleichgewicht zu bringen“, so das nüchterne Fazit des Trainers, nachdem eine Tänzerin von heute auf morgen dem Team den Rücken gekehrt hat, nur 24 Stunden vor dem wichtigsten Turnier zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft.

In Göttingen konnte dieses innere Gleichgewicht quasi gespürt werden. Mit einem Teamspirit, der seit den ersten Tagen von KONTRASTE nie wieder in dieser Deutlichkeit zu spüren war, zog sich die Mannschaft gleich wohl in der Manier eines Baron von Münchhausen selbst aus dem Schlamassel. Ein Umstand, den die Mannschaft in keinster Weise verursacht hatte. „Ein regelrechtes Aufatmen ging durch die gesamte Mannschaft“, so der Kapitän, „endlich eine Entscheidung, die eine Dilemma beendet!“.

Wie hoch die Anspannung während des Turnierverlaufs war, konnte auf der anschließenden Rückfahrt deutlich beobachtet werden. Ausgelassenheit und Freude herrschte im gesamten Mannschaftsbus, so wie selten zuvor. Vorzeitige Qualifikation und das vor dem aktuellen Hintergrund, das macht Mut. Ein Teammitglied brachte es auf den Punkt „Was uns nicht sofort umbringt, das schweißt uns noch mehr zusammen“, und ein weiteres Teammitglied ergänzt „Da muss schon mehr kommen, um uns aus den Latschen zu kippen“. Eine klare Ansage, wenn man weiß, dass die A-Standardformation nach seinem eigen Credo lebt NIE OHNE MEIN TEAM.

Gesamtergebnis
1. TC Ludwigsburg 1-1-1-1-2-1-1
2. Braunschweiger TSC 3-3-3-2-1-2-2
3. TSC Schwarz-Gold Göttingen A 2-2-2-3-3-3-3
4. TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg 4-4-4-4-4-4-4
5. Tanzclub Bernau 5-5-5-5-5-5-5
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6. TSC Grün-Weiß Braunschweig A 6-7-6-7-6-6-7
7. TSC Schwarz-Gold Göttingen B 7-6-7-6-7-7-6
8. Club Saltatio Hamburg 8-8-8-8-8-8-8-8