Standardformation zeigt zum Bundesliga-Auftakt brillante Leistung und löst Achterbahn der Gefühle aus


Zwischen Freude und Frust bewegte sich die emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle der rund 400 Zuschauer am Samstagabend als zum Bundesliga-Saisonauftakt unsere neu formierte Standardformation mit sechs statt der üblichen acht Paare in der Ludwigsburger Rundsporthalle antrat. Fans und Freunde des Tanzsports waren gekommen, um nach dem guten dritten Platz bei der DM in Bamberg zum ersten Mal die Formation des 1. TCL live zu sehen und natürlich anzufeuern.

Zauberten "Kontraste" auch mit sechs Paaren auf die Fläche: die A-Standardformation

Zauberten „Kontraste“ auch mit sechs Paaren auf die Fläche: die A-Standardformation

Kapitän Dominik Kirchniawy und Maria Novikova; Kyrylo Grinschenko und Sina Seidel; Yannick Kersting und Louisa Kersting; Manuel Weber und Tatjana Beinhauer sowie Pierre Kienzle und Giuila Edel hatten es zusammen mit den Trainern Norman und Dagmar Beck geschafft, in nur sechs Wochen vor der Bundesliga ein neues Paar in die Formation zu integrieren und damit die Teilnahme sicherzustellen. Nachdem Robert Melcher und Christine Hermann das Team nach der DM verlassen hatten, sprangen kurzfristig Sergej Esau und Olga Woltschanskaja aus Kornwestheim ein. Sie hatten sechs Monate nicht getanzt und sich quasi in Windeseile die neue Choreografie zu eigen gemacht. „Die Schritte sind nicht einfach zu lernen und das Tempo ist sehr hoch“, erzählt Olga Woltschanskaja, die schon vor längerer Zeit bei Dagmar Beck trainiert hatte. Aber dank der guten Stimmung im Team und der Kompetenz der Trainer hätten sie die körperliche Anstrengung gern auf sich genommen.

Das neu formierte Team ließ keinen Zweifel an seiner Leistung aufkommen

Das neu formierte Team ließ keinen Zweifel an seiner Leistung aufkommen

Schon in der Vorrunde zauberte die Mannschaft eine tänzerisch brillante Leistung aufs Parkett und

schaffte es, die anspruchsvolle Choreografie „Kontraste“ auch mit sechs Paaren auf die Fläche zu bringen, ohne dass der vermeintliche Nachteil überhaupt sichtbar war. Selbst eingefleischte Tanzexperten kamen aus dem Staunen angesichts des hohen Tempos der Tänzerinnen und Tänzer nicht heraus. Frenetischer Applaus von den Rängen begleitete die Mannschaft und die mehr als logische Folge war, dass nach dieser überzeugenden Leistung der 1.TCL ins große Finale der letzten fünf Mannschaften einzog. Die Spannung erreichte den Siedepunkt als unser Team als erste antraten und wieder eine Top-Performance ablieferten. Doch auch der Braunschweiger TSC, amtierender Deutscher Meister, legte eine makellose Vorführung aufs Parkett und der TSC Schwarz-Gold des ASC Göttingen setzte erneut alles daran, vorne mitzuspielen. Die Wertungsrichter sahen am Ende den 1. TCL auf dem dritten Platz hinter Göttingen und Braunschweig. „Angesichts der tanzsportlich hohen Leistung unserer Mannschaft ist das Ergebnis für uns bitter“, zog Norman Beck Bilanz. Er hätte den 1. TCL hinter den Braunschweigern auf Platz zwei gesehen. Ähnliche Kommentare gab es auch aus den Reihen der Zuschauer. Immerhin: Nach der Siegerehrung übten Ludwigsburg und Braunschweig schon einmal den Schulterschluss auf einem gemeinsamen Gruppenfoto. Weiter geht es in diesem spannenden Turnier am 21. Januar in Berlin.

Ludwigsburg und Braunschweig im Schulterschluss. Als nächstes geht's nach Berlin

Ludwigsburg und Braunschweig im Schulterschluss. Als nächstes geht’s nach Berlin

Bleibt noch zu erwähnen, dass der 1. TCL sich wieder einmal als perfekter Gastgeber entpuppte und unter der Leitung von Jörg Weindl zusammen mit zahlreichen Helferinnen und Helfern des Vereins für einen reibungslosen Ablauf des Turniers sorgte. Das allseits beliebte Angebot an Speisen und Getränken sorgte wieder für reißenden Absatz, die Wertungsrichter wurden wie stets bestens umsorgt und für die Besucher gab es angefangen vom Garderobenservice bis hin zur Platzanweisung ein Rund-um-Wohlfühl-Paket. In den Pausen sorgten von den Neckarweihinger Mistelhexen, über die Jazz- und Modern Dance-Formation Dance Works des 1.TCL bis hin zur A-Lateinformation des Clubs für abwechslungsreiche Showeinlagen.

Und bereits im Februar stehen für Freunde des Formationstanzes wieder zwei spannende Turniere auf dem Plan: Am 25. Februar trägt die A-Lateinformation des 1. TCL ein Bundesligaturnier in der Rundsporthalle aus und am 26. Februar tanzen die Lateinformationen der Oberliga Baden-Württemberg am selben Ort. Für die längere Vorplanung sei noch erwähnt, dass die Deutsche Meisterschaft im Jazz- und Modern Dance am 17./18. Juni ebenfalls in der Rundsporthalle zu Gast sein wird.

Karten gibt es wie immer auf dieser Homepage unter Veranstaltungen.

Fotos: Tom Wilczek

Die Ergebnisse:

  1. Braunschweiger TSC 1 1 1 1 2 1 1
  2. TSC Schwarz-Gold d. ASC Göttingen 1846 2 3 2 2 1 2 2
  3. 1. TC Ludwigsburg 3 2 3 3 3 3 3
  4. TSC Rot-Gold Casino Nürnberg 5 4 4 4 4 4 4
  5. TC Bernau 4 5 5 5 5 5 5

  1. TSC Grün-Weiß Braunschweig 8 6 6 7 7 6 6
  2. Boston-Club Düsseldorf 6 7 8 6 6 7 7
  3. Rot-Weiß Club Gießen 7 8 7 8 8 8 8

 

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